Moderne Theorie des internationalen Handels (Gewinne und seine Verteilung)

Die moderne Theorie des internationalen Handels ist eine Erweiterung der allgemeinen Gleichgewichtstheorie des Wertes.

Diese Theorie wurde von Bertil Ohlin, einem schwedischen Wirtschaftswissenschaftler, aufgestellt und hat die traditionelle vergleichende Kostentheorie ersetzt.

Ebenso wie sich Einzelpersonen auf Wirtschaftszweige mit komparativen Vorteilen spezialisieren, spezialisieren sich auch Länder auf die Herstellung bestimmter Waren, bei denen sie auf der Grundlage der Faktorausstattung komparative Vorteile haben.

Ebenso wie Unterschiede in den individuellen Fähigkeiten die Ursache für den Austausch zwischen Individuen sind, sind auch Unterschiede in den Faktorpreisen die Ursache für den internationalen Handel. Bertil Ohlin erweitert damit die Analyse, die für einen Binnenmarkt gilt, auf die Bestimmung von Werten auf internationaler Ebene, dh den Austausch zwischen verschiedenen Ländern.

Ohlin stellt daher fest, dass „der internationale Handel nur ein Sonderfall des interlokalen oder interregionalen Handels ist“. Ohlin zufolge ist es daher nicht erforderlich, eine separate Theorie des internationalen Handels zu haben. Er sagt, dass das gleiche Grundprinzip für den gesamten Handel gilt, sei es der Binnenhandel oder der internationale Handel. Die klassische Theorie der Vergleichskosten basiert auf der Annahme einer vergleichenden Unbeweglichkeit der Produktionsfaktoren zwischen verschiedenen Ländern. Ohlin weist jedoch darauf hin, dass diese Immobilität auch in verschiedenen Regionen desselben Landes anzutreffen ist.

Die unmittelbare Ursache für den internationalen Handel sind laut Ohlin die unterschiedlichen Rohstoffpreise, die wiederum auf die unterschiedlichen Faktorpreise zurückzuführen sind. Waren werden gekauft, weil es billiger ist, sie außerhalb des Landes zu kaufen.

Die Ermittlung des Wechselkurses zwischen den beiden Ländern erleichtert den Vergleich der in beiden Ländern geltenden Rohstoffpreise. Ohlins Meinung nach gibt es also keine grundsätzlichen Unterschiede, sondern nur quantitative Unterschiede zwischen interregionalem und internationalem Handel. Ohlins Theorie stellt eine Abkehr von der klassischen Theorie dar und stellt eine große Verbesserung dar.

Gewinn aus internationalem Handel:

Der Gewinn aus dem internationalen Handel hängt von den Geschäftsbedingungen ab, dh von der Geschwindigkeit, mit der die Waren eines Landes gegen die Waren des anderen Landes ausgetauscht werden.

In dem obigen Beispiel in den Ländern A und B wäre die Produktion mit gleichen Einheiten von Arbeit und Kapital:

A - 20 Zahnbürsten und 20 kg Zucker.

B - 15 Zahnbürsten und 10 kg. aus Zucker.

Gesamtproduktion in A und B = 35 Zahnbürsten und 30 kg. aus Zucker.

Wenn sie sich jedoch spezialisieren, verwendet A beide Produktionseinheiten für Zucker und B für Zahnbürsten.

A wird also mit 2 Einheiten Produktivkraft produzieren - 40 kg. aus Zucker.

B produziert mit 2 Einheiten Produktivkraft - 30 Zahnbürsten.

Vergleicht man die beiden Positionen, so ergibt sich bei Spezialisierung ein Gewinn von 10 kg. Zucker und ein Verlust von insgesamt 5 Zahnbürsten. Unter Bezugnahme auf unsere Gleichung sehen wir diese 10 kg. Zucker entspricht 10 Zahnbürsten in Land A und 15 Zahnbürsten in Land B. Wenn man von diesem Gewinn den Verlust von 5 Zahnbürsten abzieht, ergibt sich ein Nettogewinn von 5 bis 10 Zahnbürsten.

Wie dieser Gewinn verteilt wird:

Dieser Nettogewinn wird normalerweise von beiden Ländern geteilt.

In dem obigen Fall liegt der Wechselkurs der beiden Waren irgendwo zwischen:

20 kg. Zucker = 20 Zahnbürsten und

20 kg. Zucker = 30 Zahnbürsten.

Wir sind uns dessen sicher, da A nicht weniger als 20 Zahnbürsten für 20 kg akzeptiert. von Zucker und B werden unter keinen Umständen mehr als 30 Zahnbürsten dafür anbieten. Zwischen diesen beiden Grenzen wird der genaue Wechselkurs von der relativen Verhandlungsmacht von A und 3 bestimmt. Das Land, das mehr darauf bedacht ist, die Waren des anderen zu sichern, befindet sich in einer schwächeren Verhandlungsposition und umgekehrt.

Mit anderen Worten, der Gewinn aus dem internationalen Handel wird entsprechend der gegenseitigen Nachfrage geteilt, dh der Elastizität der Nachfrage jedes Landes nach den Waren des anderen. Das Verhältnis des Austauschbedarfs wird irgendwo zwischen 20 kg liegen. Zucker auf 21—29 Zahnbürsten. Der Gewinn wird somit von beiden Ländern geteilt. Der größere Anteil entfällt jedoch auf das Land, in dem eine elastische Nachfrage nach Importen besteht und dessen Exporte eine unelastische Nachfrage aufweisen.

 

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