Gewinnmaximierung: Theorie und Kontroverse (mit Diagramm)

Gewinnmaximierung ist die wichtigste Annahme, die von Ökonomen zur Formulierung verschiedener wirtschaftlicher Theorien wie Preis- und Produktionstheorien verwendet wird.

Laut konventionellen Ökonomen ist die Gewinnmaximierung das einzige Ziel von Organisationen.

Gewinnmaximierung bildet daher die Grundlage herkömmlicher Theorien. Es wird als das vernünftigste und produktivste Geschäftsziel einer Organisation angesehen. Darüber hinaus hilft die Gewinnmaximierung bei der Bestimmung des Verhaltens von Unternehmensorganisationen sowie der Auswirkung verschiedener wirtschaftlicher Faktoren wie Preis und Leistung unter verschiedenen Marktbedingungen.

Der Gesamtgewinn (Π) einer Unternehmensorganisation berechnet sich aus der Differenz zwischen dem Gesamtumsatz (TR) und den Gesamtkosten (TC).

Π = TR - TC

Der Gewinn wäre maximal, wenn die Differenz zwischen dem Gesamtumsatz und den Gesamtkosten maximal ist. Es gibt zwei Bedingungen, die zur Gewinnmaximierung erfüllt sein müssen, nämlich die Bedingung erster Ordnung und die Bedingung zweiter Ordnung.

Die Bedingung erster Ordnung erfordert, dass der Grenzerlös (Marginal Revenue, MR) den Grenzkosten (Marginal Cost, MC) entspricht. Der Grenzerlös ist definiert als der Erlös aus dem Verkauf der letzten Produktionseinheit, während die Grenzkosten die Kosten sind, die durch die Produktion einer zusätzlichen Produktionseinheit entstehen. Sowohl die TR- als auch die TC-Funktion enthalten eine gemeinsame Variable, nämlich den Ausgangspegel (Q).

Die Bedingung erster Ordnung besagt, dass die erste Gewinnableitung gleich Null sein muss.

Wir kennen Π = TR - TC

Nehmen Sie seine Ableitung in Bezug auf Q,

∂Π / ∂Q = ∂TR / ∂Q - ∂TC / ∂Q = 0

Diese Bedingung gilt nur, wenn ∂TR / ∂Q = ∂TC / ∂Q ist

∂TR / ∂Q gibt die Steigung der TR-Kurve an, die wiederum MR ergibt. Auf der anderen Seite; ∂TC / ∂Q gibt die Steigung der TC-Kurve an, die mit MC identisch ist. Somit ist die Bedingung erster Ordnung für die Gewinnmaximierung MR = MC.

Die Bedingung zweiter Ordnung erfordert, dass die Bedingung erster Ordnung im Fall eines abnehmenden MR und eines ansteigenden MC erfüllt sein muss.

Dieser Zustand ist in Abbildung 2 dargestellt:

Wie in Abbildung 2 gezeigt, werden MR- und MC-Kurven von TR- und TC-Funktionen abgeleitet. Aus 2 ist ersichtlich, dass sich MR- und MC-Kurven an den Punkten P1 und P2 schneiden. MR ist am Punkt P2 kleiner als MC, somit ist die Bedingung zweiter Ordnung am Punkt P2 erfüllt.

Numerisch ist die Bedingung zweiter Ordnung gegeben als:

∂2Π / ∂Q2 = ∂2TR / ∂Q2 - ∂2TC / ∂Q2

∂2TR / ∂Q2 - ∂2TC / ∂Q2 <0

∂2TR / ∂Q2 <∂2TC / ∂Q2

Hang von MR <Hang von MC

Aus der oben genannten Gleichung kann geschlossen werden, dass MC eine steilere Steigung haben muss als MR oder MC sich von unten schneiden muss. Somit wird der Gewinn maximiert, wenn sowohl die Bedingungen erster als auch zweiter Ordnung erfüllt sind.

Kontroverse um Gewinnmaximierung :

Die konventionelle Wirtschaftstheorie geht davon aus, dass Gewinnmaximierung das alleinige Ziel von Organisationen ist. In der realen Welt gibt es jedoch verschiedene andere Ziele, die von Organisationen erfüllt werden. Einige andere wichtige Ziele von Organisationen sind die Maximierung des Umsatzes, die Maximierung der Wachstumsrate, die Maximierung der Managementfunktionen und die Beibehaltung von Marktanteilen.

Abgesehen davon geht die konventionelle Theorie auch davon aus, dass Unternehmen das Geschäftsumfeld, die Nachfrage und die Kostenbedingungen perfekt kennen. Nach Ansicht moderner Ökonomen verfügen Unternehmen jedoch nicht über die perfekte Kenntnis des Geschäftsumfelds, und ihre Preis- und Produktionsentscheidungen basieren auf der Wahrscheinlichkeit.

Die Argumente gegen die Gewinnmaximierung implizieren nicht, dass die Profittheorie für die Unternehmensorganisation keine Relevanz oder weniger wichtig hat. Wirtschaftswissenschaftler haben die Gewinnmaximierung als eines der wichtigsten Geschäftsziele von Organisationen angesehen. Daher haben sie bestimmte Hypothesen aufgestellt, in denen die Bedeutung der Gewinnmaximierung erwähnt wird.

Diese Hypothesen sind in Abbildung 3 dargestellt:

Die Hypothesen der Ökonomen zur Gewinnmaximierung (siehe Abbildung 3) werden wie folgt diskutiert:

ich. Profit ist überlebenswichtig für die Organisation:

Dies impliziert, dass Gewinn eine notwendige Voraussetzung für den Erfolg einer Organisation ist. Sobald der Profit erreicht ist, versuchen Unternehmen ihn zu maximieren. Höhere Gewinne von Organisationen helfen ihnen bei ihrem weiteren Wachstum und ihrer Entwicklung.

ii. Profit hilft bei der Erreichung anderer Ziele:

Dies impliziert, dass alternative Ziele von Organisationen, die Maximierung der Wachstumsrate, die Maximierung des Umsatzes und ein hoher Marktanteil mit Hilfe des Gewinns erreicht werden können.

iii. Gewinnmaximierung hat eine größere Vorhersagekraft:

Dies impliziert, dass Gewinn eine leistungsstarke Grundlage für die Vorhersage bestimmter Aspekte des Verhaltens einer Organisation darstellt.

iv. Gewinne dienen als Maß für die Effizienz der Organisation:

Dies impliziert, dass Gewinn der zuverlässigste Maßstab für die Effizienz der Organisation ist. Es fungiert als wichtige interne Finanzierungsquelle für eine Organisation. Laut einer Studie tragen in Industrieländern interne Finanzierungsquellen mehr als drei Viertel zum Gesamtgewinn bei.

 

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