Unterscheidung zwischen Inflations- und Deflationslücke auf der Ebene des Einkommensgleichgewichts

Unterscheidung zwischen Inflations- und Deflationslücke im Einkommensgleichgewicht!

Inflationslücke:

Die Inflationslücke ist der Betrag, um den die tatsächliche Gesamtnachfrage das „Gesamtangebot auf Vollbeschäftigungsniveau“ übersteigt.

Beispielsweise ist in Abb. 8.16 BE als Inflationslücke dargestellt. Es ist ein Maß für die Überschreitung der Gesamtnachfrage über das Produktionsniveau bei Vollbeschäftigung. Die Inflationslücke führt zu einem Anstieg des Preisniveaus, der als Inflation bezeichnet wird.

Deflationslücke:

Die Deflationslücke ist der Betrag, um den die tatsächliche Gesamtnachfrage bei Vollbeschäftigung hinter dem Gesamtangebot zurückbleibt. “ Beispielsweise ist in Abb. 8.17 EB als deflationäre Lücke dargestellt. Dies ist ein Maß für den Mangel an Gesamtnachfrage. Die deflationäre Kluft führt zu einem Rückgang von Produktion, Einkommen und Beschäftigung sowie zu einem anhaltenden Preisverfall.

Deflationslücke und Einkommensgleichgewicht:

Denken Sie daran, dass das Einkommensgleichgewicht lediglich die Gleichheit zwischen Gesamtnachfrage und Gesamtangebot anzeigt, unabhängig davon, ob das Gleichgewicht bei Vollbeschäftigung oder bei Unterbeschäftigung der Ressourcen besteht.

Falls es sich um ein Vollbeschäftigungsgleichgewicht handelt, bei dem alle Ressourcen bis zu ihrer vollen Grenze eingesetzt werden, kann auf der Ebene des Einkommensgleichgewichts keine deflationäre Lücke bestehen. Wenn es sich jedoch um ein Unterbeschäftigungsgleichgewicht handelt, bei dem nicht alle Ressourcen voll beschäftigt sind, dh einige Ressourcen unterbeschäftigt sind, kann eine deflationäre Lücke auf der Ebene des Einkommensgleichgewichts bestehen.

Fazit:

Wir können unsere Diskussion auf diese Weise abschließen. Das Gleichgewicht des Nationaleinkommens wird durch die Gleichheit zwischen Gesamtnachfrage und Gesamtangebot (oder zwischen Ersparnissen und Investitionen) bestimmt. Eine ideale Situation für eine Volkswirtschaft ist das Gleichgewicht der Vollbeschäftigung, dh wenn sich die Gesamtnachfrage und das Gesamtangebot zu einem Zeitpunkt im Gleichgewicht befinden, an dem alle Ressourcen der Volkswirtschaft voll beschäftigt sind. Jede Volkswirtschaft strebt danach.

In der realen Welt über- oder unterschreitet die Gesamtnachfrage jedoch das Vollbeschäftigungsangebot. Übermäßige Nachfrage führt zu Inflation ohne Steigerung von Produktion und Beschäftigung, während mangelnde Nachfrage zu Arbeitslosigkeit und Rückgang von Produktion, Einkommen und Preisen führt.

Beide Situationen wirken sich nachteilig auf die Wirtschaft aus und müssen daher durch fiskalische, geldpolitische und andere Maßnahmen überprüft werden. Alle diese Maßnahmen sollten integriert und komplementär eingesetzt werden, anstatt sich gegenseitig zu widersprechen. Daher sollten alle Anstrengungen unternommen werden, um das Einkommensgleichgewicht zu erreichen und zu halten und die Vollbeschäftigung aller verfügbaren Ressourcen sicherzustellen.

 

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