Klassische Theorie der Zinsbestimmung: Eine enge Sicht

Klassische Theorie oder Realzinsbestimmungstheorie :

In Bezug auf die Art des Interesses waren sich die Klassiker nicht einig. Sie betrachteten die Art und die Determinanten des Zinssatzes als komplexeres Muster. Einige klassische Ökonomen wie A. Marshall, NW Senior, E. Böhm-Bawerk, I. Fisher usw. betrachteten das Interesse von der Angebotsseite des Kapitals, dh das Sparen.

Auf der anderen Seite erklärten Ökonomen wie JB Clark die Art des Interesses unter dem Gesichtspunkt der Kapitalnachfrage, dh der Investition. Da sich die Nachfrage nach und das Angebot an Kapital aus realen Faktoren zusammensetzen, wird die klassische Theorie als die Realzinstheorie angesehen.

(a) Lieferung von Kapital oder Ersparnis:

Laut NW Senior bedeutet Sparen ein Opfer. Die Menschen verzichten auf Konsum. Da Abstinenz ein Opfer des Stromverbrauchs ist, müssen Sparer in Form von Zinsen belohnt werden. Dies nennt man Abstinenztheorie von Interesse. Aufgrund der Kritik von Karl Marx an dem Konzept der Abstinenz ersetzte Marshall den Begriff „Warten auf Abstinenz“.

Marshalls Theorie wird als die Theorie des wartenden Interesses angesehen. Nach dieser Theorie muss jeder, der Geld leiht, warten, bis er sein Geld zurückbekommt. Während er auf die Zukunft 'wartet', muss ihm Interesse geschenkt werden. Das Interesse ist also der Preis für das Warten. Je höher das Interesse, desto höher die Wartezeit. Mit anderen Worten, Menschen sparen mehr, wenn sie mehr belohnt werden. Die Kapitalversorgung kommt also aus dem Sparen.

Bohm-Bawerk, Fisher usw. lieferten eine weitere Theorie, die auch die Kapitalversorgung regelt. Ihre Theorien sind im Volksmund als "Zeitpräferenztheorie von Interesse" bekannt. Ihnen zufolge werden die Menschen ungeduldig, jetzt Geld auszugeben, da sie den gegenwärtigen Verbrauch dem zukünftigen vorziehen. Um den zukünftigen Konsum rentabler zu gestalten, muss eine Person in Form von Zinserträgen veranlasst werden.

Die Kapitalversorgung ist also abhängig von realen oder psychologischen Faktoren wie:

(i) Abstinenz

(ii) Warten

(iii) Zeitpräferenz.

Je höher der Zinssatz, desto größer ist natürlich das Einsparungsvolumen. Mit anderen Worten, die Einsparung oder Bereitstellung von Kapital hängt direkt mit dem Zinssatz zusammen.

Somit wird die Speicherfunktion:

S = f (r)

(b) Kapital- oder Investitionsnachfrage:

Das Prinzip der Grenzproduktivität kann zur Bestimmung des Investitionsvolumens herangezogen werden. Kapital hat wie andere Inputs eine marginale Produktivität. Gemäß der Grenzproduktivitätstheorie des Kapitals, die Teil der Grenzproduktivitätstheorie der Verteilung ist, wird der Kapitalpreis gemäß dem Grenzerlösprodukt bestimmt.

Das marginale Einnahmeprodukt des Kapitals - oder die Nachfrage nach Kapital oder Investitionen - steigt, wenn der Zinssatz sinkt. Die Investitionsnachfrage ist umgekehrt proportional zum Zinssatz.

Somit wird die Investitionsfunktion:

I = f (r)

Da die Kapitalversorgung oder die Sparfunktion in einem positiven Verhältnis zum Zins steht, ist die Sparkurve SS in Abb. 6.18 nach oben geneigt. Investitionskurve II ist abfallend gezeichnet. Der Gleichgewichtszins wird am Punkt E bestimmt - dem Punkt, an dem sich die Investitions- und die Sparkurve schneiden.

Oder ist das Zinsgleichgewicht, das Einsparungen (OK) mit Investitionen (OK) in Einklang bringt. Wenn die Einsparung zunimmt, verschiebt sich die SS-Kurve nach rechts (S 1 S 1 ) und das neue Gleichgewicht (E 1 ) wird mit einem niedrigeren Zinssatz erreicht. Dies würde die Investition erhöhen.

Es ist somit klar, dass ebenso wie der Preis einer Ware bestimmt wird, wenn ihre Nachfrage gleich dem Angebot ist, der Zinssatz ebenfalls durch die Marktkräfte des Angebots an Kapital (oder der Ersparnis) und der Nachfrage nach Kapital (oder der Investition) bestimmt wird. .

Kritikpunkte der klassischen Zinstheorie:

Die klassische Zinsbestimmungstheorie stößt auf scharfe Kritik:

ich. Diese Theorie basiert auf der Annahme der Vollbeschäftigung. Was wir jedoch in der Realität feststellen, ist die Arbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung von Ressourcen. Die klassische Theorie funktioniert nicht unter Vollbeschäftigung.

ii. Keynes bezog die klassische Theorie als unbestimmt ein. Laut Keynes hängt das Sparen vom Einkommensniveau ab. Es wird unterschiedliche Sparpläne für unterschiedliche Einkommensniveaus geben. Mit steigendem Einkommen verschiebt sich die Spar- kurve nach oben. Daher können wir die Position der Sparkurve nur kennen, wenn wir die Höhe des Einkommens kennen und wenn wir das Volumen der Ersparnisse nicht kennen, können wir den Zinssatz nicht bestimmen.

Somit bleibt der Zinssatz unbestimmt, wenn die Höhe des Einkommens nicht bekannt ist. Wir kennen die Höhe des Einkommens jedoch nicht, ohne den Zinssatz zu kennen, da es der Zinssatz ist, der eine Änderung des Investitions- und Einkommensniveaus bewirkt. Daher die Unbestimmtheit des Zinssatzes. Diese Unbestimmtheit ist implizit auf die Konstanz des Einkommensniveaus zurückzuführen.

iii. Laut Keynes sollte der Zinssatz schließlich eher von den monetären als von den realen Faktoren bestimmt werden.

 

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