Freihandel: Vor- und Nachteile | Wirtschaft

In diesem Artikel diskutieren wir die Vor- und Nachteile des Freihandels.

Vorteile des Freihandels:

Die Befürworter des Freihandels machten folgende Vorteile des Freihandels geltend:

(a) Internationale Spezialisierung:

Der Freihandel führt zu einer internationalen Spezialisierung, da die verschiedenen Länder die Waren herstellen können, in denen sie einen komparativen Vorteil haben. Der internationale Handel ermöglicht es den Ländern, die Vorteile der Spezialisierung zu nutzen. Erstens kann eine große Vielfalt von Produkten erhalten werden.

Wenn es keinen internationalen Handel gäbe, müssten viele Länder auf einige Produkte verzichten. Island hätte also keine Kohle, Nepal kein Öl, Spanien kein Gold und Großbritannien keinen Tee. Zweitens führt die Spezialisierung zu einer Steigerung der Gesamtproduktion.

b) Steigerung der Weltproduktion und des Weltverbrauchs

Der internationale Handel ermöglicht es einer Industrie, die Skaleneffekte voll auszunutzen (Massenproduktion). Wenn bestimmte Waren nur für den Inlandsmarkt hergestellt würden, wäre es nicht möglich, den vollen Vorteil einer Massenproduktion zu erzielen. Der Freihandel erhöht also die Weltproduktion und den Weltverbrauch von international gehandelten Waren, da jedes Handelsland nur die ausgewählten Waren zu geringeren Kosten produziert.

(c) Schutz gegen das Aufkommen von Monopolen:

Drittens, wenn es keinen internationalen Wettbewerb gäbe, wäre der Inlandsmarkt so eng, dass es für die Unternehmenszusammenschlüsse in vielen Branchen, z. B. bei Kraftfahrzeugen, Papier- und Elektrowaren, vergleichsweise einfach wäre, eine gewisse Kontrolle darüber auszuüben. Freihandel ist oft ein effizienter Weg, um einheimische Monopole aufzubrechen.

(d) Verbindungen mit anderen Ländern:

Internationale Handels- und Handelsbeziehungen führen häufig zu einem Austausch von Wissen, Ideen und Kultur zwischen Nationen. Dies führt oft zu einem besseren Verständnis zwischen diesen Ländern und führt zu Freundschaft und Theorie, was die Möglichkeit von kommerziellen Rivalitäten und Kriegen verringert.

(e) Höheres Einkommen der Produktionsfaktoren:

Darüber hinaus erhöht der freie Handel das Einkommen aller Faktoren, die für die Herstellung der Güter verantwortlich sind, bei denen das Land einen komparativen Vorteil hat. Dies würde die Produktivität jedes Faktors erhöhen.

(f) Vorteile für Verbraucher:

Aufgrund des freien Handels erhalten die Verbraucher der verschiedenen Länder ausländische Waren von bester Qualität, oft in größerer Auswahl, zu niedrigen Preisen.

(g) Höhere Effizienz und optimale Nutzung der Ressourcen:

Der Freihandel regt die einheimischen Produzenten, die der ausländischen Konkurrenz ausgesetzt sind, dazu an, sich nach besten Kräften zu bemühen und so die Führungseffizienz zu steigern. Da im Rahmen des Freihandels jedes Land die Waren produziert, für die es die besten Vorteile bietet, werden die Ressourcen (sowohl die menschlichen als auch die materiellen) jedes Landes bestmöglich genutzt.

(h) Böse Auswirkungen des Schutzes:

Freihandel wird auch befürwortet, weil er die schlechten Auswirkungen des Schutzes wie hohe Preise, das Wachstum von Monopolen usw. beseitigen kann. Er ist auch immun gegen Missbräuche wie "Korruption und Bestechung" und die Schaffung von Interessenbindungen, die häufig im Rahmen eines Freihandelsabkommens entstehen protektionistisches System.

Nachteile des Freihandels:

Der Freihandel ist jedoch aus mehreren Gründen abgelehnt.

(a) Übermäßige Abhängigkeit:

Da ein Land zu stark vom Ausland abhängt, kann ein Kriegsausbruch seine Wirtschaft stören. Während des Golfkriegs 1991 weigerte sich Amerika, seine Produkte an seine Feinde (dh die Golfstaaten) zu verkaufen.

b) Hindernisse für die Entwicklung der heimischen Industrie:

Wenn ausländische Waren frei importiert werden, könnten sich die einheimischen Industrien der Entwicklungsländer aufgrund der überlegenen Stärke der ausländischen Industrien nicht schnell entwickeln.

(c) Empire-Builder:

Im Freihandel könnten die ausländischen Händler, insbesondere die dominierenden, versuchen, künftig Empire Builder zu werden. In der Vergangenheit führte der Freihandel zu Kolonialismus und Imperialismus.

d) Einfuhr teurer Schadgüter:

Ein Land kann auch teure und schädliche ausländische Waren importieren.

(e) Rivalität und Reibung:

Schließlich führt der Freihandel manchmal zu Rivalitäten und Spannungen zwischen den Handelsnationen. Mit anderen Worten, kommerzielle Rivalitäten, die aus dem Handel resultieren, führen oft zu Kriegen. Dies ist ein wichtiger Punkt.

Fazit:

Derzeit verfolgt kein Land der Welt die Politik des Freihandels. Jedes Land unterwirft dem Import und Export von Waren im weiteren Interesse des Landes gewisse Beschränkungen. Schließlich hat T. Scitovsky darauf hingewiesen, dass der Freihandel der Welt insgesamt zugute kommt, sich jedoch nie als die beste Politik für ein einzelnes Land erwiesen hat.

 

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