Aufbau einer Angebotskurve unter Monopol

Erhalten Sie die Antwort von: Warum ist es unmöglich, eine Angebotskurve unter Monopol zu konstruieren?

Ein Monopolunternehmen hat keine genau definierte Angebotskurve. Mit anderen Worten, es gibt keine eindeutige Angebotskurve für den Monopolisten, die von seiner MC-Kurve abgeleitet ist. Bei perfektem Wettbewerb ist die kurzfristige MC-Kurve über dem Abschaltpunkt die Angebotskurve, die ein eindeutiges Verhältnis zwischen Preis und Menge aufweist. Zu einem bestimmten Preis wird eine bestimmte Menge der Ware geliefert.

Im Monopol gibt es keine solche Eins-zu-Eins-Entsprechung zwischen Preis und gelieferter Menge. Dies liegt daran, dass die Outputentscheidung eines Monopolisten nicht nur von den Grenzkosten abhängt, sondern auch von der Form der Nachfragekurve. „Infolgedessen lassen sich durch Nachfrageverschiebungen keine Preis- und Mengenreihen wie bei einer wettbewerbsfähigen Angebotskurve erkennen.“

Es kann vorkommen, dass ein Monopolist aufgrund seiner MC-Kurve je nach Elastizität der Nachfrage eine bestimmte Menge zu unterschiedlichen Preisen liefert. Somit ist die Konstruktion der Angebotskurve aus der MC-Kurve unter dem Monopol oder unter irgendeinem Zweig unvollkommener Konkurrenz unmöglich.

Abb. 5.5 zeigt, dass der Monopolist OQ produziert und verkauft, jedoch zu zwei unterschiedlichen Preisen, je nach Preiselastizität der Nachfrage. AR 1 und MR 1 sind die anfänglichen Durchschnitts- und Grenzumsatzkurven des Monopolisten. Wenn die Nachfragekurve AR 2 ist, wird die entsprechende MR-Kurve MR 2 .

Die MC-Kurve schneidet MR 1 und MR 2 am Punkt E. Entsprechend diesem Gleichgewichtspunkt produziert und verkauft unser Monopolist den Output OQ zum Preis OP 1, wenn die Nachfragekurve AR 2 ist, oder er verkauft den gleichen Betrag zum Preis OP 2 wenn die Nachfragekurve AR 2 ist .

Mit anderen Worten würde ein höherer Preis berechnet, wenn die Produktnachfrage weniger elastisch ist (hier hat AR 1 den niedrigeren Elastizitätswert als AR 2 ). Aufgrund der unterschiedlichen Elastizität der Nachfrage nach dem Monopolprodukt wird daher dieselbe Menge zu zwei unterschiedlichen Preisen zum Verkauf angeboten. Somit gibt es keine eindeutige Beziehung zwischen Preis und Menge.

Abb. 5.6 zeigt, dass je nach Elastizität der Nachfrage nach dem Monopolprodukt zwei unterschiedliche Mengen zu einem bestimmten Preis verkauft werden können. Hier schneidet die MC-Kurve MR 1 und MR 2 an Punkten E 1 und E 2, die den Bedarfskurven AR 1 bzw. AR 2 entsprechen.

Das Unternehmen kann OQ 1 (gemäß Punkt E 2 ) zum Preis OP produzieren und verkaufen oder OQ 2 (gemäß Punkt E 2 ) zum gleichen Preis OP produzieren und verkaufen. Somit können zwei verschiedene Mengen zum gleichen Preis verkauft werden, vorausgesetzt der MC des Monopolisten. Es gibt keine eindeutige Beziehung zwischen dem Preis und der zum Verkauf angebotenen Menge.

 

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