Zwei wichtige Einkommens- und Beschäftigungstheorien | Mikroökonomie

Zwei wichtige Einkommens- und Beschäftigungstheorien sind: 1. Klassische Einkommens- und Beschäftigungstheorie, 2. Keynesianische Einkommens- und Beschäftigungstheorie!

1. Klassische Einkommens- und Beschäftigungstheorie :

Die Theorie wird frühen klassischen Ökonomen wie Adam Smith, Ricardo und Malthus und klassizistischen wie Marshall, Pigou und Robbins zugeschrieben.

Sie glauben, dass:

(i) Eine Volkswirtschaft als Ganzes funktioniert immer auf der Ebene der Vollbeschäftigung:

dh Vollbeschäftigung von Arbeitskräften und anderen Ressourcen. Die Vollbeschäftigung der Produktion von Gütern und Dienstleistungen ist die größte Produktion, die die Wirtschaft produzieren kann, wenn alle ihre Ressourcen voll beschäftigt sind. Vollbeschäftigung wird als normale Situation angesehen, es könnte jedoch zu einer vorübergehenden Arbeitslosigkeit kommen.

Wenn es überhaupt eine Arbeitslosigkeit gibt, muss es eine vorübergehende sein und sie wird automatisch durch das freie Spiel der wirtschaftlichen Kräfte geheilt. Klassisch ist, dass das Gesamtangebot immer auf Vollbeschäftigungsniveau ist, das auf zwei Annahmen basiert, nämlich dem Marktgesetz von Say und der Lohnpreisflexibilität, wie unten erläutert.

(ii) Das Angebot schafft seine eigene Nachfrage:

Die klassische Beschäftigungstheorie basiert auf dem Marktgesetz von Say, das besagt, dass das Angebot seine eigene Nachfrage schafft. Dies impliziert, dass das Angebot eine entsprechende Nachfrage nach sich zieht, so dass die gesamte Produktion ausverkauft ist. Es gibt also keinen Mangel an Gesamtnachfrage und daher keine Möglichkeit von Überproduktion und Arbeitslosigkeit. Das Gleichgewicht von Einkommen und Beschäftigung wird also nur auf der Ebene der Vollbeschäftigung hergestellt.

(iii) Flexibles System von Preisen, Zinssätzen und Löhnen:

(a) Der Preismechanismus bringt automatisch das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Markt. (b) Die Flexibilität der Zinssätze bringt die Gleichheit zwischen Ersparnissen und Investitionen. (c) Die Flexibilität der Lohnsätze bringt das Gleichgewicht der Vollbeschäftigung. Infolgedessen ist das Gesamtangebot immer auf Vollbeschäftigungsniveau.

2. Keynesianische Theorie von Einkommen und Beschäftigung :

(a) Kritik an der klassischen Theorie:

Keynes kritisierte die klassische Theorie mit der Begründung, dass die der Theorie zugrunde liegenden Annahmen falsch und unpraktisch seien. Zum Beispiel: (i) In der realen Welt funktioniert eine Volkswirtschaft oft nicht auf der Ebene der Vollbeschäftigung. Vielmehr funktioniert es im Allgemeinen nicht auf dem Niveau der Vollbeschäftigung. (ii) Das Angebot kann nicht von sich aus die entsprechende Nachfrage erzeugen, und daher besteht jede Möglichkeit einer allgemeinen Überproduktion und Arbeitslosigkeit. (iii) Ebenso die Preise, Löhne und Zinssätze ist möglicherweise nicht flexibel, da Monopole und Gewerkschaften anwesend sind. Die Weltwirtschaftskrise von 1929-33 hat den klassischen Mythos der Vollbeschäftigung völlig zerstört. Zu einem so entscheidenden Zeitpunkt entwickelte Keynes seine alternative Theorie von Einkommen und Beschäftigung, wie auf den folgenden Seiten beschrieben.

(b) Keynesianische Theorie:

Vor diesem Hintergrund stellte der britische Wirtschaftswissenschaftler Keynes seine eigene Theorie auf und brachte 1936 sein berühmtes Buch „Allgemeine Theorie von Einkommen, Zinsen und Geld“ heraus, das eine Revolution im wirtschaftlichen Denken auslöste. Dies führte zur Herausbildung der Makroökonomie als eigenständiger Wirtschaftszweig.

Wesentliche Punkte seiner Theorie sind:

(i) Eine Volkswirtschaft kann auch bei weniger als Vollbeschäftigung im Gleichgewicht sein :

Das Wirtschaftssystem gewährleistet nicht automatisch die Gleichstellung von „Gesamtnachfrage“ und „Gesamtangebot bei Vollbeschäftigung“, wie es von Classical angenommen wird. Er hat bewiesen, dass eine Volkswirtschaft auch unter Vollbeschäftigung im Gleichgewicht sein kann. Dies ist der grundlegende Unterschied zwischen klassischer Theorie und keynesianischer Theorie.

(ii) Die Nachfrage schafft ein eigenes Angebot:

Die Gesamtnachfrage nach Waren und Dienstleistungen bestimmt direkt das Niveau von Produktion, Einkommen und Beschäftigung. Wenn AD zunimmt, steigt das Produktionsniveau, indem der Ressourceneinsatz erhöht wird, um die gestiegene Nachfrage zu befriedigen, und infolgedessen steigt auch das Einkommen. Die Nachfrage schafft also ein eigenes Angebot.

iii) Das Gleichgewicht von Einkommen und Beschäftigung wird durch die Gesamtnachfrage und das Gesamtangebot bestimmt:

Dies bedeutet jedoch nicht die Vollbeschäftigung. Das Einkommensgleichgewicht kann unter oder über dem Niveau der Vollbeschäftigung liegen. In der Realität arbeitet eine Volkswirtschaft sehr häufig mit einem Gleichgewicht, das unter dem des Vollbeschäftigungsgleichgewichts liegt. Da sich das Gesamtangebot kurzfristig nicht ändert, ändert sich auch die Gesamtnachfrage, was zu Veränderungen bei Einkommen und Beschäftigung führt.

Dies ist der Kern des keynesianischen Ansatzes. Das Kernthema der Makroökonomie ist die Bestimmung des Niveaus von Einkommen, Beschäftigung und Produktion. Nach dieser Theorie sind Einkommen und Beschäftigung in einer Volkswirtschaft auf dem Niveau im Gleichgewicht, bei dem die Gesamtnachfrage das Gesamtangebot ist.

Die keynesianische Theorie soll unter kurzfristigen und perfekten Wettbewerbsbedingungen angewendet werden. Im keynesianischen Rahmen hängt diese Bestimmung hauptsächlich von der Höhe der Gesamtnachfrage ab, da das Gesamtangebot auf kurze Sicht in Bezug auf den gegebenen Preis konstant ist. Lassen Sie uns daher zunächst die Konzepte der Gesamtnachfrage und des Gesamtangebots klar verstehen.

 

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